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<title>Film und Buch - OliBlog</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/</link>
<description>Rezensionen und Kommentare zu Buch und Film.</description>
<language>de</language>
<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 23:47:52 +0200</lastBuildDate>
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<title>Gesehen: Sherlock Holmes - Spiel im Schatten</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2707</link>
<description><![CDATA[(OT: Sherlock Games - Game of Shadows, a.k.a. Sherlock Holmes 2)<br />
Action-Krimi von Guy Richie, USA 2011, 129 Minuten (BD-24fps)<br />
Mit Robert Downey, jr., Jude Law, Noomi Rapace u.a.<br />
BD, Sprache/Tonformat: Englisch DD 5.1, Bildformat 2,40:1 anamorph<br />
<br />
Nach dem großen Erfolg der Kino-Neuauflage von Guy Richie (Regie) und Joel Silver (Produzent) war sehr schnell der zweite Teil fertig, und Robert Downey, jr. hatte noch eine Erfolgs-Franchise in seinem Resümee. <br />
Diesmal geht es in lustvoll-üppigen viktorianischen Dekors gegen Professor Moriarty (wer sonst) und Rachel McAdams muss einer kampferprobten Zigeunerin (Noomi Rapace aus Stieg Larssons Millenium-Trilogie - darf man heute eigentlich noch Ziegeunerin sagen?) weichen. Bonuspunkte für den betriebenen Aufwand und Guy Richies Willen, einigen offensichtlichen Wiederholungen auszuweichen (u.a. die patentierte Erklär-Zeitlupe aus dem ersten Teil wird lustvoll konterkariert), starke Abzüge aber in der B-Note dafür, dass der zweifellos immer noch unterhaltsame Downey,jr. sich hier arg zum Affen macht (untrüglicher Lackmustest: Frauenkleider-Gags) und der Film schon so gräßlich inhaltsleer ist, dass man ihn, selbst wenn man es will, geistig einfach nicht festhalten kann - beim Abspann ist schlicht alles unausweichlich vergessen. Trotz etwas Überlänge durchaus kurzweilig, man darf nur niemals Vergleiche zu der brillanten Modernisierung in der BBC-TV-Serie "Sherlock" anstellen, dann fängt man doch sehr an, sich über Guy Richies lärmend-hyperaktive Neuinterpretation des geliebten Detektivs aus 221b, Baker Street zu ärgern.<br />
<br />
Punkte: 6/10 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Tue, 15 May 2012 23:47:52 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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<title>Ich lese</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2706</link>
<description><![CDATA[seit einigen Tagen jetzt „The Mongoliad, Book One“, konzipiert und geschrieben von einem Autorenteam, dem die beiden Großmeister Neal Stephenson und Greg Bear angehörten. Entstanden als Internet-Projekt in diversen organischen Folgen (und lange nicht nur in Textform) für Abonnenten, wurde der gesamte (lange) Text jetzt neu strukturiert, fein poliert und in drei Büchern als Roman-Trilogie veröffentlicht.<br />
Der erste Band, von dem ich jetzt knapp die Hälfte gelesen habe, spielt im Osteuropa des 13. Jahrhunderts zur Zeit des Mongolensturms. Ich merke, dass ich älter werde, daran, dass mir die apokalyptisch-nihilistischen Plünderungs-, Massaker- und Vernichtungsszenarien (mit Mongolen war wirklich nicht zu spaßen) etwas auf den Magen schlagen, obwohl sich das Buch nicht mal darin weidet. Ansonsten bin ich eigentlich schwer angetan: Ein ausgesprochen dichter und sinnlicher Abenteuer- und Schlachtenroman, bei welchem man eminent das Gefühl hat, dass da die Autoren Ahnung davon hatten, wenn sie über Waffen, Taktiken und die Zustände der damaligen Zeit schreiben. <br />
<br />
Danach werde ich mir dann mal etwas Ruhigeres vornehmen, und von Jennifer Egan die beiden Romane „The Keep“ (dt. Im Bann) und ihren Pulitzer-Gewinner „A Visit from the Goon Squad“ (dt. Der größere Teil der Welt) lesen. Danach dann, Egan ist übrigens auch Fan von ihr, den neuen Roman von Joyce Carol Oates, „Mudwoman“. <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 10 May 2012 23:48:31 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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<title>Gehört: 15 Alben</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2705</link>
<description><![CDATA[Wieder sehr bunt gemischt, bei diesen 14 Kurzbesprechungen sollte für jeden etwas dabei sein.  <br /><br /> <b>Edguy: Age of the Joker (Power-Metal, 2011)</b><br />
Ganz nett produziertes und anhörbares Album ohne große Höhepunkte, aber immerhin mit einigen stellenweise ganz brauchbaren Tracks.<br />
5/10<br />
<br />
<b>Trivium: In Waves (Metalcore, 2011)</b><br />
Dieses Album veranschaulicht leider ganz gut, wie die häufiger zu hörende Klage gemeint ist, dass es im Moment zu viele US-Metalcore Bands gibt: Auch im Metalcore kann man dahinplätschern. Hier bleibt leider nichts hängen.<br />
Punkte: 4/10<br />
<br />
<b>We Butter The Bread With Butter: Der Tage, an dem die Erde unterging  (Electrocore, 2010)<br />
</b>Dieses Album definiert stilistisch und musikalisch den Begriff Heterogenität neu. Fast kein Track klingt wie der andere, und je härter sich die Band gibt, desto besser ist sie auch. Dass das alles lustig gemeint ist, merkt man an den Helge Schneider-Songtiteln und leider auch dann, wenn die Bands sich wie in dem Track „Der kleine Vampir“ mal nicht auf harte Riffs und Growls verlässt, sondern klar singt wie eine gewöhnliche Mallorca-Spaßband – dann wird es schlicht schlimm und dumm. <br />
Fast alle anderen Tracks sind aber ziemlich toll und hauen ganz gut rein.<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
<b>Graham Coxon: A + E  (Pop/Rock, 2011)</b><br />
Der ex-Blur-Sänger ist nach wie vor fleißig und liefert mit „A+E“ schon sein achtes Soloalbum ab. Die Scheibe klingt nicht mehr so sehr nach Britpop, sondern ist –ein Glück- teilweise ziemlich grooviger Rock, in welchem die Gitarren ordentlich gefordert werden. Einige sehr starke Tracks, die auch in die Beine gehen.<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
<b>The Asteroids Galaxy Tour: Out of Frequency (Psychedelic Pop, 2011)</b><br />
Diese dänische Formation bewegt sich stilstisch irgendwo zwischen Psychedelic, Indie Rock und Pop. Die beiden Single-Auskopplungen “Major” und “Hear-Attack” sind ziemlich großartig, gegen Ende hin franst das Album aber leider etwas aus und wird allzu beliebig.<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
<b>Sintech: Schlampenfeuer (Dark Metal, 2011)</b><br />
Neben dem Albumtitel sorgen auch Tracknamen wie “Narbenacker” und “Hassorgasmus” dafür, dass hier keine Zweifel aufkommen: Gefangene werden hier nicht gemacht. Wie häufig bei solchen Bands kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass das Misanthropische viel Pose ist. Musikalisch gibt es aber nichts auszusetzen: Fast durchgehend sehr kraftvolle, starke, einfallsreich geschriebene und gut gespielte Tracks. Diese Dark Metal-Band aus Coburg muss man im Auge behalten.<br />
Puntke: 8/10<br />
<br />
<b>Marilyn Manson: Born Villain (Industrial Rock, 2012)</b><br />
Nach einiger Pause ist der bekannteste Shock-Rocker der Welt wieder da und muss (sich) nach seinen letzten kommerziellen Flops (die freilich als Alben gar nicht so schlecht waren) einiges beweisen. <br />
Dies geschieht, indem er sich größtenteils treu bleibt - Manson-Fans bekommen ein typisches Manson-Album. Etwas mehr Härte und etwas weniger durchgängiges Midtempo hätten wir uns schon gewünscht, werden aber durch die beiden letzten Tracks auf dem Album, die stärksten, „Breaking the Same Old Ground“ und „You’re so Vain“, wieder etwas versöhnt. Aber: Kein großer Wurf.<br />
Punkte: 6/10<br />
<br />
<b>Huntress: Spell Eater (Heavy Metal, 2011)</b><br />
Viel Promotion hat die Band hinter sich, wobei Sängerin Jill Janus beiden etwas bot: Pubertierenden Mädchen Tarot-Karten und Hexengeöns, und für pubertierenden Jungs gab es in den PR-Vordergrund gerückte Silikonbrüste. Fällt man heutzutage auf so plumpes Marketing-Gehabe noch rein? Oh bitte…äh, natürlich haben wir uns das Album besorgt. <br />
Musikalisch ist das sogar alles ziemlich erfreulich, die Band bietet sehr spielfreudig und musikalisch einfallsreich traditionellen Metal, nur ausgerechnet Sängerin Jill Janus sorgt nicht gerade für Freude: Selbst für Laien klingt ihre Stimme häufig überfordert (obwohl sie angeblich Opernsängerin ist und vier Oktaven beherrscht - Wo?!) und gerät schnell an ihre Grenzen. <br />
Was das Hörvergnügen doch deutlich schmälert. <br />
Punkte: 6/10<br />
<br />
<b>Nattefrost & Matzumi: From Distant Times </b>(Ambient/Electronica, 2012)<br />
Mit Spannung erwartete Zusammenarbeit zwischen der deutschen Electronica-Hoffnung mit der wunderschönen Stimme Matzumi, und Nattefrost, dem dänischen Synthesizer-Veteranen (nicht die norwegische Black Metal-Band). <br />
Eher ruhige elektronische Musik, wobei Matzumi diesmal ihre Stimme verhältnismäßig wenig einsetzt. Viele gelungene, schöne Tracks, die beiden Künstler haben sich musikalisch viel zu sagen.<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
<b>Picture Palace music: Indulge the Passion (Electronic Post-Rock, 2012)</b><br />
Die aktuelle Scheibe des Sideprojects von Tangerine Dream-Keyboarder Thorsten Quaesching. Sehr komplexe, dichte, gelungene Kompositionen, wie immer hervorragend eingespielt als eine Mischung aus elektronischen und klassischen Rock-Instrumenten. <br />
Benötigt etwas Eingewöhnungszeit, das Album, dann wird man von den dichten, über zwei Jahre hinweg aufgenommenen Tracks (was man, wie immer bei PPm, aber nicht hört - zumindest nicht auf meinem Lo-Fi Equipment) aber durchaus berückt.<br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
<b>Picture Palace music: Symphony for Vampires (Electronic Post-Rock, 2008)</b><br />
Wie der Titel vermuten lässt, ein Album inspiriert von Murnaus Meisterwerk “Nosferatu” von 1922. Inwiefern die Musik genau an die Bilder des Films andockt, würde einer genaueren Analyse bedingen. Fest steht jedenfalls, dass dieses Album auch für sich genommen schlicht grandios ist und durchaus die Murnau-Bilder im Kopf evoziert. Kompositorisch brillant, hervorragend gespielt, in die Stücke kann man sich reinlegen. Ein meisterliches Album.<br />
Es gibt noch eine EP mit Outtakes aus diesem Album namens „Walpurgisnacht“, der man allerdings schon anhört, dass es sich um Outtakes handelt. <br />
Thorsten Quaesching hat in einem letztjährigen Interview durchblicken lassen, dass er sich auch eine Vertonung (ausgerechnet meines absoluten Lieblingsfilms, nämlich) von Murnaus „Sunrise“ von 1927 vorstellen kann. Soll er das tun, dann sterbe ich wahrscheinlich vor Glück und weiß aus Selbsterhaltungstrieb somit nicht genau, ob ich mir das wirklich wünschen sollte.<br />
Punkte: 9/10 (Symphony for Vampires)<br />
Punkte: 5/10 (Walpurgisnacht)<br />
<br />
<b>Nolwenn Leroy: Bretonne</b><br />
Weltmusik/Pop 2011<br />
Mischung aus softem Weltmusik-Pop und keltischer Musik dieser französischen Sängerin. Musik, die sich ideal für ein Picknick im Elfenwald von Lothlórien eignen würde. Leroys Stimme ist hervorragend, die Stücke schön verträumt und verträumt schön.<br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
<b>Moonspell: Alpha Noir (Dark Metal, 2012)/Omega White (Gothic Metal, 2012) Doppelalbum</b><br />
Für ihre neueste Scheibe haben sich die Portugiesen etwas besonderes ausgedacht: In der Deluxe Edition von "Alpha Noir" findet sich weitere Tracks eines kompletten weiteren Albums namens "Omega White". Beide Alben decken stilistisch die Bandbreite der Band ab: "Alpha Noir" ist der in den letzten Jahren von der Band gewohnte Dark Metal, schön hart gespielt mit einigen sehr gelungenen Momenten, insgesamt aber kompositorisch schon eher weniger erinnerungswüridg. Viel Klargesang, deshalb auch Dark und kein Death-Metal. Kann man sich ganz gut anhören, aber keine Scheibe für die Ewigkeit.<br />
Auf "Omega White" kehrt die Band zu ihren früheren Gothic Metal-Zeiten zurück und klingt dann so wie, als hätten sie die frühen Sisters of Mercy kräftig gechannelt. Viele Stücke offenbaren, warum diese Art Musik heute out ist, das klingt einfach abgehangen. Einige Glanzpunkte machen aber auch dieses Album dann doch immer noch ganz hörenswert.<br />
Punkte: 6/10 (Alpha Noir)<br />
Punkte: 6/10 (Omega White)<br />
<br />
<b>Agalloch: Ashes Against the Grain (Doom Metal/Neo Folk, 2006)<br />
Agalloch: The Mantle (Post Rock/Doom Metal, 2002)</b><br />
Die zwei Alben dieser Doom-Metal Band aus Portland bedürfen einiger Einhörungszeit, können dann aber sehr für sich einnehmen. Während „The Mantle“ von 2002 noch etwas rockiger daher kommt, ist „Ashes..“ vor allem Doom Metal mit ruhigerem Tempo und melancholischer Stimmung. Beide Alben strahlen eine dichte Atmosphäre aus, für die man allerdings in der richtigen Stimmung sein muss. Dann allerdings kann an der musikalischen Qualität kein Zweifel mehr bestehen, auch wenn auf beiden Alben leichte Redundanzen festzustellen sind. Davon soll man sich aber nicht abhalten lassen: Hört man sich in die Alben ein, ist man gefangen..<br />
Punkte: 7/10 (Ashes Against the Grain) <br />
Punkte: 7/10 (The Mantle)]]></description>
<pubDate>Wed, 09 May 2012 00:17:08 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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<title>Gesehen: Das Konzert</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2704</link>
<description><![CDATA[(Le Concert)<br />
Komödie von Radu Mihaileanu, Frankreich 2009, 123 Minuten (BD-24fps)<br />
Mit Aleksej Guskow, Mélanie Laurent, Miou-Miou u.a.<br />
BD, Sprache/Tonformat: Russisch & Französisch DD 5.1 mit dt. UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph<br />
<br />
Im Bolschoi aus politischen Gründen 1979 abgehalfteter Dirigent (Guskow), der dort seit Jahrzehnten nur als Hausmeister arbeiten darf, bekommt durch widrige Umstände die Chance, mit seinen alten Recken das große Violinkonzert von Tschaikowski in Paris zu geben. Dass sie sich dabei als das wahre Bolschoi-Orchester (an diesen vorbei!) ausgeben und die alten Recken, inzwischen Taxifahrer, Möbelpacker und ähnliches, sich nicht mehr sonderlich um Probendisziplin scheren, ist da nur der Anfang der vielen Probleme..<br />
Auch wenn der schlagend brillante „Zug des Lebens“ (1998) leider damals in der Aufmerksamkeit etwas unter die Räder von Benignis „Das Leben ist schön“ geriet: Den Namen des Regisseurs Mihaileanu vergaß man nicht. Viele Projekte hat der in Frankreich arbeitende Rumäne seit dem nicht realisiert, diese Mischung hier aus Konzert-Film und Slapstick Komödie ist eines davon. <br />
Der Film scheut sich nicht, den großen Spagat zwischen brachial-burleskem Humor, großer Politik und noch größeren Gefühlen zu wagen  und dies alles der Musik poetisch unter zu ordnen - und überzeugt damit größtenteils. Auch wenn die politischen Anspielungen schwammig bis fahrlässig naiv sind und man dem Drehbuch gigantische Plotlöcher und Logikfehler durchgehen lassen muss – der Humor sitzt und große Gefühle werden erfolgreich mobilisiert. Wenn ein Film einen viel zum lachen bringen und anrühren kann – das ist schon einmal viel wert. Gute Darsteller und vor allem die wunderbare filmische Realisierung des Finales, in welchem Kamera und Montage sich lustvoll-exaltiert Tschaikowskis Musik unterordnen, runden einen sehr positiven Eindruck ab. <br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
Gesichtet wurde die deutsche Blu-Ray von Concorde. <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 07 May 2012 00:04:12 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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<title>Gesehen: Don 2 </title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2703</link>
<description><![CDATA[Gangster-Film von Farhan Akhtar, Indien 2011, 155 Minuten (DVD-NTSC)<br />
Mit Shah Rukh Khan, Priyanka Chopra, Lara Dutta u.a.<br />
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1, Bildformat. 2,35:1 anamorph<br />
<br />
Nach dem großen Erfolg des „Don“-Remakes 2006 war eine Fortsetzung ausgemachte Sache. Auch diesmal darf Shah Rukh Khan den Spagat zwischen gutem und bösem Jungen wagen in einem auf Hochglanz polierten Caper-Movie, das von Malaysia bis nach Berlin pendelt. Dies ist kein richtiger Bollywood-Film, sondern eher ein arg glatt poliertes internationales Produkt ohne große Seele. Songeinlagen gibt es so gut wie keine, auch typische Masala-Elemente finden nicht statt und Shah Rkuh Khan macht in anderen Rollen mehr Spaß als mit dieser Poser-Figur. Ganz unterhaltsam ist das alles schon, viel mehr aber auch nicht. <br />
Punkte: 5/10<br />
<br />
Gesichtet wurde die internationale DVD von Reliance Ent. <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sun, 06 May 2012 23:49:42 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Gesehen: Agneepath (Original &amp; Remake)</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2702</link>
<description><![CDATA[Original von Mukul S. Anand, Indien 1990, 167 Minuten<br />
Mit Amitabh Bachchan, Mithun Chakraborty, Madhavi u.a.<br />
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 Upmix mit engl. UT, Bildformat: 2,00: 1 anamorph: <br />
<br />
Remake von Karan Malhotra, Indien 2012, 174 Minuten<br />
Mit Hrithik Roshan, Sanjay Dutt, Rishi Kapoor u.a.<br />
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35: 1 anamorph: <br />
<br />
Agneepath. Der Pfad des Feuers, den ein Mann durchschreiten muss. Agneepath, Titel eines Gedichtes von Harviansh Rai Bachchan, Amitabh Bachchans Vater. Das Gedicht spielt eine wichtige Rolle in dem gleichnamigen Film. <br />
Das düstere Gangster-Rachedrama „Agneepath“ war immer ein Herzensprojekt von Bollywood-Über-Produzent Yash Johar, den es sehr betrübte, dass das Original von 1990 damals gewaltig floppte. Da war es schon etwas Balsam, dass Amitabh Bachchan für die Hauptrolle mehrere Preise gewann und der Film über die Jahre hinweg zu einem kleinen Kultfilm wurde. Yash Johar ist inzwischen verstorben, sein Sohn Karan Johar seit gut anderthalb Jahrzehnten einer der wichtigsten Player in Bollywood. Auch als Liebesdienst an seinen Vater produzierte Karan ein aufwändiges Remake von „Agneepath“ und besetzte die Hauptrolle mit Superstar Hrithik Roshan. Tragen wir Eulen nicht nach Mumbai, sondern nach Athen: Hrithik Roshan ist nicht Amitabh Bachchan. Natürlich musste die Hauptfigur stark umgeschrieben werden. Vermutlich wird der neue „Agneepath“ kein Kultfilm, eines ist er aber schon mal im Vergleich zum Original: Ein veritabler Kassenerfolg, der erste große Blockbuster 2012. <br /><br /> Original wie Remake handeln von einem Mann, der als Junge mit ansehen muss, wie sein Vater vom lokalen Gangster im Provinz-Dorf getötet bzw. in den Tod getrieben wird, Rache schwört, mit seiner Mutter nach Mumbai umsiedelt, dort als Erwachsener selbst zum großen Gangster aufsteigt und schließlich am Peiniger seines Vaters so blutige wie feurige Rache übt bis er, kleiner Spoiler, auf dem Schoß seiner Mutter verstirbt. <br />
<br />
Warum das Original ein kleiner Kultfilm wurde, erschließt sich zumindest für mitteleuropäische Zuschauer nicht unbedingt. Weder die düstere Rache-Story, noch die üblichen Gangsterfilmklischeegangster, die sich zum Zeitvertreib gerne mal foltern oder gegenseitig blutig umbringen, sind sonderlich außergewöhnlich. Darüber hinaus gibt der zum damaligen Zeitpunkt gar nicht mal mehr so junge Amitabh Bachchan dermaßen den Angry Young Man, dass sein ständiges, unablässiges wütendes Gebrülle und Geschrei einem irgendwann gewaltig auf die Nerven geht; (angebliche) Brando-Imitation hin, beängstigend blutunterlaufene Hohlaugen her. <br />
Nur: Unterhaltsam und ansehbar ist der mit 167 Minuten nicht eben kurze „Agneepath“ zu jederzeit. Die Handlung ist kurzweilig, die Songs (nicht bemerkenswert, aber) gefällig, die im Gegensatz zu Big B etwas leiseren Darsteller sehenswert. Da stört es dann auch fast wenig, dass die Inszenierung nicht eben von großem Stilwillen durchdrungen ist und häufig eher unbehauen denn poliert wirkt; wobei man sagen muss, dass die Glattpolierung von Bollywood-Filmen Richtung Hollywood erst Ende der 90er Jahre einsetzte. <br />
Das durchaus apokalyptische, kathartisch gemeinte Feuerfinale ist dann durchaus visuell beeindruckend und entlässt einen mit einem insgesamt durchaus überdurchschnittlichen Eindruck. Nicht wissen wollen wir, ob die Macher für die Verwendung an einer zentralen Stelle (und im DVD-Menü!) von Mory Kantes „Ye Ke Ye Ke“ die entsprechende Lizenz erworben hatten. Wir kennen die Antwort natürlich.<br />
Punkte Original: 6/10<br />
<br />
Viel Aufhebens wurde in manchen indischen Kritiken davon gemacht, dass Original und Remake sich sehr stark unterscheiden würden, so dass man das Remake eher als Hommage an das Original betrachten sollte. Das ist so nicht richtig. Wirkliche Szene-für-Szene Remakes sind eigentlich sehr selten (Beispiele: Das Omen, Psycho) und mehr oder weniger größere Anpassungen die Regel. So auch hier. Der grundsätzliche Konflikt und die grobe Handlung sind sehr wohl identisch, auch wenn es im Detail in den Figurenkonstellationen und einzelnen Handlungsepisoden großer Änderungen bzw. kaum Überschneidungen gibt.<br />
Zu Hrithik Roshans Image passt eine Rolle wie die von Amitabh Bachchan einfach nicht, einen ständig herumbrüllenden Gangster würde ihm niemand abnehmen. Zwar darf Roshan auch einen harten Gangster geben, aber auf seine übliche softe, schmachtende Art (ja, das geht, das ist kein Paradoxon). Dass er diesmal nicht dümmlich grinsen muss, wie in vielen rein romantischen Rollen, ist von großem Vorteil, er macht seine Sache vom stechenden, entschlossenen Blick in den Action-Szenen bis zur Leidensmine in anderen Momenten ziemlich gut. <br />
(Einschub: Man soll sich in Filmkritiken nie den Film wünschen, den man gerne hätte, sondern den bewerten, den man gesehen hat. Trotzdem. Wäre es völlig fern liegend gewesen, Abhishek Bachchan die Hauptrolle anzuvertrauen?) <br />
Während Priyanka Chopra nominell die weibliche Hauptrolle innehat (ihre Szenen sind so wenige und unbedeutend, dass ist fast schon ein schlechter Witz) und Rishi Kapoor einen herrlichen kleinemädchenhandelnden Fiesling spielt, ist klarer Blick- und Aufmerksamkeitsfang Sanjay Dutt in einer imposanten Doppelrolle als glatzköpfiger Gangster – und, ja, Berg. Irgendwie. <br />
Die Songs sind, da lässt Produzent Karan Johar nichts anbrennen, aufwändig, farbenfroh und sehr unterhaltsam gestaltet. Klarer Höhepunkt des Films ist ein Gastauftritt von Superstar Katrina Kaif als Item-Girl in der Item-Nummer ‚Chikni Chameli’, in welcher die Kaif mit wirklich atemberaubender Energie und Souveränität den ganzen Film qualitativ ein ganzes Stück adelt. Herrlich auch - die Macher wissen, wie das indische Publikum so etwas schon immer geliebt hat - wie „Chikni Chameli“ in einigen Momenten ruhiger wird und Roshan und Dutt sich präzise getimt und durch punktgenaue Kamerabewegungen klasse geschriebene Dialoge um die Ohren hauen - bis der Rhythmus wieder durchstartet und Katrina Kaif durchs Bild wirbelt. Von der Szene (gelobt und gepriesen sei die Skip back-Taste!) kann man gar nicht genug bekommen.<br />
Einschub: Ein ausgesprochen bemerkenswerter „Unfall“ und so sicherlich nicht beabsichtigt war, dass im Making Of zu diesem Song häufiger in kurzen, verhuschten Augenblicken in Katrina Kaifs Gesicht zu sehen ist, wie offensichtlich anstrengend und enervierend die Dreharbeiten zu dieser Nummer gewesen sein müssen, die im fertig geschnittene Film dann so fröhlich und leicht aussieht… Einschub Ende.<br />
Der aufwändig und sauber inszenierte Film kann leider nie ganz die Widersprüchlichkeiten verbergen, die dem Stoff innewohnen. Die glatte Oberfläche will nicht so richtig zu der misanthropischen Rachegeschichte passen, genauso wenig wie diese, insbesondere im sehr düsteren und brutalen Finale, in einen großen Blockbuster für die ganze Familie (ja, gut, U/A-Freigabe in Indien) passen will, die Misanthropie der Geschichte wird insofern durch die Masala-Elemente nur bedingt verwässert.<br />
Das Resultat ist ein gut ansehbarer, unterhaltsamer, wenn auch nicht herausragender Bollywood-Blockbuster, mit spektakulären Auftritten von Katrina Kaif und Sanja Dutt. An beiden kann man sich kaum satt sehen. <br />
Punkte: 6/10]]></description>
<pubDate>Thu, 03 May 2012 16:53:23 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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<title>Gesehen: Die Filme von Alex Kendrick</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2701</link>
<description><![CDATA[Alex Kendrick, Pastor an der Sherwood Baptist Church in Georgia und Vater von sechs Kindern, ist ein vielbeschäftigter Mann. Hat er doch für seine (große) Kirchengemeinde schon vier sehr erfolgreiche Spielfilme verantwortet, die er nicht nur selbst inszenierte und zusammen mit seinem Bruder Stephen produzierte und schrieb, sondern meist auch noch die Hauptrolle übernahm.  <br /><br /> Fernab von Hollywood entstehen diese Filme als christliche Independent-Produktionen und sind teilweise so erfolgreich, dass sie inzwischen weltweit auf DVD ausgewertet werden, auch bei uns in Deutschland. Schauen wir uns die einzelnen Filme an. <br />
<br />
In seinem Debüt „Flywheel“ (USA 2003, 114 Minuten DVD-NTSC), nur US-Import)) spielt Kendrick einen Gebrauchtwagenverkäufer, der seine Familie vernachlässigt und seine Kunden über das Ohr haut. Als er zu Gott findet, bemüht er sich um seine Familie – und gibt allen seinen Kunden, obwohl ihn und seine Familie  das an den Rand des Ruins treibt, die zu viel bezahlten Geldbeträge mit einer Entschuldigung persönlich zurück. Der für lächerliche 20.000 Dollar entstandene Film kann natürlich seine geringen Kosten nicht vollständig verbergen, gleicht dieses aber durch eine gelungene Mischung aus Melodramatik und Humor wieder aus; und Aufrichtigkeit. Der missionarische Charakter äußert sich nicht darin, dass man nur zu Gott beten muss und dieser vollbringt dann Wunder, sondern das Menschen anfangen, Gutes zu tun – und ihnen dafür von anderen Menschen Gutes widerfährt. Das mag im wahren Leben nicht immer ein solches Wechselspiel sein, aber Spielfilme dürfen ja auch mal Vorbild sein und eine positive Aussage vermitteln. <br />
Punkte: 6/10<br />
<br />
Drei Jahre später entstand das Sportlerdrama „Facing the Giants“ (USA 2006, 107 Minuten (PAL), dt. DVD von Sony), in welchem Kendrick den Trainer einer ständig verlierenden Football-Manschaft an einer christlichen Schule spielt, der auch große private Probleme hat, weil er und seine Frau kaum die Rechnung bezahlen und keine Kinder kriegen können. Der Trainer bringt seine Mannschaft zum beten – wenn man gewinnt, wird Gott gepriesen, und wenn man verliert – wird Gott auch gepriesen. Der für nur 100.000 Dollar realisierte Film überzeugt durch seine professionelle Machart und ist ein durchaus packendes und bewegendes Drama; zwar geht am Ende alles etwas arg gut aus, da das aber so anrührend und mitreißend erzählt ist, sieht man das gerne nach.<br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
In seinem dritten Film „Fireproof“ (USA 2008, 114 Minuten (PAL), dt. DVD bei dtp)) um einen Feuerwehrmann in einer Ehekrise überlässt Kendrick anderen Darstellern das Feld. Dieser Film verlässt sich allzu sehr auf seine plumpen melodramatischen Effekte und kann deshalb nicht vollständig überzeugen. <br />
<br />
Zuletzt entstand schließlich „Courageous – Ein mutiger Weg“ (USA 2011, 124 Minuten (PAL), DVD bei Sony). Der für inzwischen zwei Millionen Dollar realisierte Film zeigt Kendrick in der Hauptrolle als Sheriff, dessen Familie durch einen Autounfall die geliebte neunjährige Tochter verliert und dadurch in eine tiefe Krise gestürzt wird. Geschickt werden Humor, Gefühl und auch einige ordentlich inszenierte Action-Szenen mit einer christlichen Botschaft um Verantwortung vor Gott verwoben. Das schwierige Verlust-Thema wird zwar vorsichtig behandelt, der Film stellt sich diesem aber durchaus. <br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
Alex Kendricks Filme sind Familienmelodramen an der Schnittstelle zwischen Familie, Beruf und Glauben mit durchaus missionarischem Anspruch. Dies wird säkularen Zuschauern, die so etwas schlicht nicht gewohnt sind, sicherlich schon zu viel sein, wer dafür aber zumindest ein offenes Herz hat, wird zumindest anerkennen, dass die missionarischen Aspekte dieser Filme zwar deutlich, aber nie aufdringlich oder plump in die Handlung eingearbeitet werden.<br />
<br />
<br />
<i>(Der Text wurde ursprünglich für einen Gemeindebrief formuliert, in welchem ich häufiger mal Buch-, Musik- und Filmbesprechungen unterbringen kann und darf. Natürlich gehört sowas aber auch hier ins OliBlog, denn es wird meinem Anspruch gerecht, möglichst diversifiziert(e) Filme zu besprechen.)</i>]]></description>
<pubDate>Wed, 02 May 2012 23:51:48 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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<title>Ausblick: Der US-Kinosommer 2012</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2700</link>
<description><![CDATA[Der Mai steht bevor. Anfang Mai startet in den USA die Kino-Sommersaison. Im Wochentakt werden uns dann wieder die großen, teuren Blockbuster um die Ohren gehauen, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir Zuschauer sollen dann bitte für neue Start- und Einspielrekorde sorgen; und für grünes Licht für weitere Fortsetzungen der vielen Fortsetzungen. Wollen wir das? Schauen wir doch mal, was dieses Jahr so auf dem Spielplan steht. <br />
<br />
Orientiert an den US-Startdaten umreiße ich kurz den Inhalt, nenne in der Regel Regisseur und Hauptdarsteller, gebe eine kurze kommerzielle Einschätzung ab – und, ob mich persönlich der Film interessiert.<br />
<br />
Legen wir los. <br /><br /> May 4<br />
Die Rächer / The Avengers <br />
Das in der Hollywood-Geschichte einmalig langmütige Marketing-Konzept von Marvel, erst die ganzen Helden von 2008-2011 durch eigene Filme einzuführen (Hulk, Iron Man, Thor, Captain America) und nun zusammen in einem großen 2 ½-Stunden Epos neben Scarlett Johansson auftreten zu lassen, geht wohl tatsächlich finanziell spektakulär auf. Die Anzeichen für „The Avengers“ stehen auf Rekord-Blockbuster, ein US-Start von über 150 Millionen Dollar ist wahrscheinlich. Eine Fortsetzung hat jetzt schon fast grünes Licht, und Iron Man 3, Thor 2 und Captain America 2 stehen schon fest. <br />
Da mich persönlich keiner dieser Filme sonderlich beeindruckt hat, reicht die Blu-Ray sicherlich.<br />
<br />
May 11<br />
Dark Shadows<br />
Tim Burton wärmt mit Johnny Depp eine alte TV-Serie um einen Vampir auf, den es in die Disco-Neuzeit der 70er verschlägt. Tim Burton as usual, langsam wirkt die typische Burton-Ästhetik wirklich abgestanden. <br />
Könnte trotzdem wegen der Combo Burton/Depp wieder ein großer Hit werden, vor allem wenn die von den Trailern verlangte Disco-Coolness bei den Leuten ankommt. <br />
Werde ich wohl auslassen.<br />
<br />
May 18<br />
Battleship <br />
US-Kriegsschiffe vs. große Aliens. <br />
Peter Bergs Brettspiel-Adaption läuft außerhalb der USA, auch bei uns, schon längst – und  sehr erfolgreich, weil es gelang, das “Transformers”-Publikum anzusprechen. Wird auch in den USA ein großer Hit werden. <br />
Aliens, große Explosionen und Rihanna, was soll da schief gehen? So kann man sich gut die Zeit bis zum nächsten Transformers-Film vertreiben.<br />
<br />
The Dictator<br />
Der neue Comedy-Streich von Sacha Baron Cohen, einmal mehr eine fish-out-of-the-water Komödie, nur diesmal mimt Cohen nicht einen kleinen TV-Reporter wie Borat, sondern einen Diktator. Die Trailer waren stellenweise sowohl witzig, als auch arg bemüht. <br />
Nach dem Borat-Überraschungshit hatte das Publikum von Cohen erstmal genug, auch dieser Film riecht nicht gerade nach großem Hit-Potential. Auch für mich persönlich. <br />
<br />
May 25<br />
Men in Black III<br />
Nach sehr vielen Jahren wird tatsächlich noch eine Fortsetzung nachgeschoben, diesmal eine Zeitreisegeschichte in die 60er und statt „Gleichberechtigung“ wohl mit klarem Fokus auf Will Smith, während der in die Jahre gekommene Tommy Lee Jones nur noch am Rande vorkommen darf. <br />
Eine Franchise, die so lange im Dornröschenschlaf lag, ist keinesfalls mehr ein Garant für einen Hit. Will Smith allerdings schon. Trotzdem: Viele junge Fans müssen neu gewonnen werden, viele ältere Fans haben noch nicht vergessen, wie stark der zweite Teil gegenüber dem ersten abfiel. Kommerzielle Aussichten völlig offen.  <br />
<br />
June 1<br />
Snow white and the Huntsman<br />
Nach Tarsem Singhs „Mirror, Mirror“ bereits der zweite Scheewittchen-Film dieses Jahr, diesmal mit Kristen Stewart in der Hauptrolle, und diesmal nicht als Märchen-Adaption, sondern als Action-Film mit Goth-Ästhetik à la „Underworld“. Braucht das jemand? Vermutung und nach den Trailern: Nein.<br />
<br />
Piranha 3DD<br />
Das Original von 2010 von Alejandre Aja war endlich mal ein Horror-Film der lieferte und lieferte und lieferte. Zumindest mit blanken Brüsten und viel (Fun-)Splatter wurde der glückliche Fan (wie ich) im Original regelrecht erschlagen. Diese Fortsetzung von John Gulager verspricht, das sagt schon der Titel, noch mehr und größere Brüste und vermutlich noch mehr Splatter. Und vor allem: David Hasselhoff!<br />
Die Fortsetzung wird wohl das Publikum des ersten Teils zurück gewinnen können und den Weg für Teil 3 ebnen. Auf diesen Film freue ich mich diesen Sommer mit am meisten, Filme, die verlässlich liefern, die haben was. <br />
<br />
June 8<br />
Prometheus<br />
In der SF wurde er durch seine beiden Werke „Alien“ (1979) und „Blade Runner“ (1982) zur Regie-Legende, nun kehrt Ridley Scott in dieses Genre zurück in einer aufwändigen Space Opera, die kein Alien-Prequel sein soll, aber doch nach den Trailern so aussieht. Noomi Rapace, Hauptdarstellerin der (schwedischen, nicht amerikanischen) Stieg Larsson-Adaptionen spielt die Hauptrolle. <br />
Gilt als einer der großen Blockbuster-Anwärter, ich wäre da vorsichtig: Space Operas sind heutzutage nie sichere Hits im Kino. Zumal die Trailer noch nicht erkennen ließen, wo die Reise genau hingehen soll. Die Neugierde und Vorfreude sind trotzdem groß. Wird Scott uns wieder mit seiner Ästhetik umhauen?<br />
<br />
Madagascar 3<br />
Wird sicher ein Riesenerfolg dort, wo er spielt: In Europa. <br />
Werde ich dieses Leben und in zwei weiteren sicher auslassen. Großes Bäh. <br />
<br />
June 15<br />
Rock of Ages<br />
Adam Shankmans Kinoadaption des Hit-Musicals um eine Rock Band anno <br />
1987 mit Tom Cruise. Wird vielerorts als potentieller Hit gehandelt, häufig sind Musicals aber auch gehörige Flops. Eine echte Wildcard diesen Sommer und ein mutiger Karriereschritt für Tom Cruise, der nach seinem tiefen Fall vor einigen Jahren gerade mit dem Riesenerfolg von „M:I-4“ in den Karrierehimmel zurück gekehrt war. <br />
<br />
That’s My Boy <br />
Sean Anders, Adam Sandler<br />
Adam Sandler-Komödie um einen Mann, der sehr jung Vater wurde und später seinen Sohn wieder trifft. Sandler-Komödien laufen in den USA fast immer gut, in meiner Wahrnehmung aber nur ganz am Rande. <br />
<br />
June 22<br />
Brave<br />
Der neue Pixar-Film um eine junge, rothaarige Prinzessin und Kämpferin. Die auf Mädchen gezirkelten Trailer machten einen sehr, sehr schwachen Eindruck. Ob der Hit-Streak von Pixar einmal unterbrochen wird? Sicherlich. Nicht. Zumindest nicht bei kleinen Mädchen. <br />
<br />
Abraham Lincoln, Vampire Hunter<br />
Verfilmung des zweiten Romans des schwer angesagten Bestsellerautors Seth Grahame-Smith („Pride & Prejudice and Zombies“; „Unholy Night“) durch das Action-Regiewunderkind Timur Bekmambetow („Wanted“!!) mit Benjamin Walker in der Hauptrolle. Handlung: Siehe Titel. Könnte ein Riesenspaß werden. Und auch ein Hit. <br />
<br />
To Rome With Love<br />
Wird sicher kein Blockbuster, ich freue mich aber schon sehr auf Woody Allens neue Station auf seiner cineastischen Europatournee. Berlin hat er übrigens noch nicht angekündigt. <br />
<br />
June 29<br />
G.I. Joe: Retaliation<br />
So toll war der erste Teil nun nicht, aber sehr erfolgreich, deshalb übernahm nach Mumien-Regisseur Stephen Sommers jetzt Jon M. Chu die Regie. Woran man auch sieht, dass dies nun als Blockbuster-Franchise gehandelt wird und warum wir das nun auch sehen wollen: The Rock und Bruce Willis sind dabei!<br />
<br />
Madea’s Witness Protection<br />
Als Tyler Perry-Fan bin ich natürlich dabei. Als einer von seinen geschätzt zehn europäischen Fans. <br />
<br />
July 6<br />
The Amazing Spider-Man<br />
Einer der kommerziell spannendsten Filme diesen Sommer. Ein vollständiger Reboot der Spider-Man Franchise, frei nach dem Grönemeyer-Motto „Bleibt alles anders“. Marc Webb statt Sam Raimi, Andrew Garfield statt Tobey McGuire. Neue Optik, Handlung wieder auf Null. Die Trailer, die in den Spider-Man Szenen von der dritten in die erste Person-Perspektive wechseln (genau richtig für die Computerspieler), machten schwer was her.<br />
Es ist noch völlig offen, ob der Film die gleiche kommerzielle Stratosphere wie seine Vorgänger erreichen wird. Bei Sony geht man offensichtlich davon aus, die Vorbereitungen für den zweiten Teil sind schon sehr weit fortgeschritten. <br />
<br />
Savages<br />
Oliver Stone dreht einen Film um mexikanische Drogenkartelle. Wird wohl eher unter ferner liefen laufen, was man schon daran sieht, dass Stone (bis auf Benicio Del Toro in einer Nebenrolle) auf Stars verzichtet.<br />
<br />
July 13<br />
Ice Age 4<br />
Jaja. Stöhn. Brauchen wir noch einen? Nachdem der dritte Teil fast eine Milliarde Dollar einspielte hieß die Antwort definitiv: Ja. Für das Studio. Nicht für mich. Obwohl der dritte Teil schon sehr ordentlich war. Wohl ein garantierter Hit.<br />
<br />
Ted<br />
Ziemlich dümmlich klingende Buddy-Komödie von Seth MacFarlane. Die Buddys sind, das ist mir peinlich zu schreiben: Mark Wahlberg und ein Teddybär. Schon das Filmplakat mit einem Teddy vor einem Pissoir fügt mir körperliche Schmerzen zu. Soll bitte weggehen, der Film, aus meinen Gedanken.<br />
<br />
July 20<br />
The Dark Knight Rises<br />
„The Dark Knight“ war einer der erfolgreichsten Filme des letzten Jahrzehnts. Der Druck auf Christopher Nolan muss immens hoch sein, zumal, auch wenn das ganz leicht geschmacklos klingt, Heath Ledger nur einmal sterben kann. Die Erwartungen sind gigantisch, der erste große Trailer eher mau. Das Vertrauen in Nolan ist aber ungebrochen, wahrscheinlich wird er wieder liefern, künstlerisch und kommerziell. <br />
<br />
Aug 3<br />
The Bourne Legacy<br />
Paul Greengrass ist weg, mit ihm auch Matt Damon  (leider, deren “The Green Zone” war ausgesprochen schwach), so dass jetzt Tony Gilroy auf dem Regiestuhl Platz genommen hat und der aufstrebende Star Jeremy Renner (The Hurt Locker, M:I-4) den Bourne geben darf. Gilroy steht für intelligente, gediegene Thriller und hat bereits in Interviews deutlich gemacht, dass es keine Greengrass-Wackelkamera mehr geben wird. Hoffentlich wird eine der erfolgreichsten und besten Action-Franchises nicht zu gediegen. Es ist völlig offen, ob diese Serie den Hauptdarsteller-Wechsel (das interessiert den gemeinen Zuschauer, der das Geld bringt, doch mehr als der Regisseur) überstehen wird und an die verblüffend großen Erfolge (für reine Action-Filme) der Vorgänger anknüpfen kann. <br />
<br />
Total Recall<br />
Geht man nach den Trailern, ein bemerkenswert getreues Remake des Schwarzenegger-Blockbusters von 1990 mit Colin Farrell in der Arnold-Rolle. Regie führt Len Wiseman, Schöpfer der Underworld-Reihe und Regisseur des sehr gelungenen „Die Hard 4“. Diese Vita lässt hoffen, die etwas arg sterile Optik der Trailer lässt zur Skepsis neigen. Sicherlich nicht sehr geschickt, den am gleichen Tag wie die Bourne-Fortsetzung zu starten; wird wohl kommerziell eher im Mittelfeld landen. Und lange nicht so radikal sein, wie Paul Verhoevens Original. <br />
<br />
August 17<br />
The Expendables 2<br />
Alle Recken wieder an Bord, Van Damme und Chuck Norris dismal dabei, die Rollen von Schwarzenegger und Bruce Willis deutlich ausgeweitet, klingt wie ein wahr gewordener feuchter Traum für Kinozuschauer, nach dem Film des Jahres. Einziges Hindernis auf dem Weg zum puren Glück und großer Grund zur Skepsis noch: Sly hat die Regie diesmal dem untalentierten Nichts- bis Wenigkönner Simon West (Con Air, Tomb Raider) überlassen; hoffentlich steht der dem Film nicht zu sehr im Weg.<br />
 <br />
ParaNorman<br />
Christ Butler, Sam Fell<br />
Das Team von “Corpse Bride” legt einen neuen Animationsfilm um einen Jungen vor, der sich mit Geistern anlegt. Wird sicher kein großer Hit, aber vermutlich ein sehr, sehr schöner Film. <br />
<br />
August 24<br />
Premium Rush<br />
Star-Drehbuchautor David Koepp führt Joseph-Gordon-Levitt als Fahrradkourier in New York durch eine Verfolgungsjagd nach der anderen. Sicher ganz netter B-Thriller. <br />
<br />
August 31<br />
Lawless<br />
Prohbitions-Gangsterfilm, dessen Regisseur John Hillcoat vor einigen Jahren mit “The Proposition” ein Wunderwerk ablieferte. Freilich kein Blockbuster-Potential, könnte aber wieder ein grandioser Film werden. In der Hauptrolle Shia LaBeouf.<br />
<br />
Ende August starten auch noch einige Horror-Filme von der Stange, nur der Vollständigkeit halber: Nachtwache-Regisseur Ole Bornedal erzählt in “The Possession” von einem Fluch aus einer Schatulle, Grudge-Altmeister Takashi Shimizu läst in „7500“ ein Flugzeug heimsuchen und Todd Lincoln legt mit „The Apparition“ einen Gespensterfilm à la „Paranormal Activity“ vor.<br />
<br />
Wie üblich ein Sommer voller Fortsetzungen und Fortsetzungen. Es gab schon aufregendere Jahrgänge, vielleicht werden wir aber zumindest das ein oder andere mal ganz passabel unterhalten. Die Erwartungen an gerade die neuen Spider-Man und Batman Filme sind gigantisch, mal sehen, ob das Publikum diesen Franchises treu bleibt. <br />
<br />
Kommentare, Lob, Kritik u.a. unten sehr willkommen. Wie immer.]]></description>
<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 16:57:41 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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<item>
<title>Gehört: 35 Alben (Kurzeindrücke)</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2699</link>
<description><![CDATA[Im Anschluss an einen vergleichbaren Eintrag hier vom 29.11.2011 einmal mehr, diesmal sogar über dreißig neue Alben in Kurzbesprechungen. Diesmal querbeet durch viele Musikstile. <br /><br /> Apparat Organ Quartet: Pólýfónía<br />
Electronica, 2011<br />
Diese isländische Truppe setzt uralte Synthesizer und andere ältere elektronische Musikgeräte ein und erzeugt damit tolle elektronische Retro-Sounds, nicht nur für 8-Bit Musik Fans. Auch kompositorisch mitunter exzellent. <br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
Arkona: Slovo<br />
Pagan/Folk-Metal, 2011<br />
Das neueste Album dieser russischen Band hält das hohe Niveau der Vorgänger. Einige exzellente Stücke und die Stimme von Maria „Masha Scream“ Arkhipowa sind erneut ein Erlebnis. Diesmal sind Chor und Orchester wieder mit an Bord, Stücke wie „Zakylyatye“ machen glücklich.<br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
As I Lay Dying: Decas<br />
Metalcore, 2011<br />
Mischung aus Compilation-Album und neuen Tracks zur Feier des zehnjährigen Bandbestehens dieser christlichen Metalcore-Truppe. Ein Wahnsinnsalbum mit unheimlich reinhauenden, herrlich harten, schnellen Stücken. <br />
Punkte: 9/10<br />
<br />
Asking Alexandria: Reckless and Relentless<br />
Metalcore, 2011<br />
In die wilden Breaks/Tempowechsel, die Growls von Danny Worsnop und die harten Gitarrenriffs kann man sich echt reinlegen. Die vielen Vorbehalte traditioneller Metaller gegen solche Metalcore-Sachen sind ein Rätsel – da verpassen Metalheads wirklich was. <br />
Eine grandiose Scheibe.<br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
Can: Tago Mago<br />
Krautrock, 1971<br />
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich in der Musikgeschichte manchmal enorme (Bildungs-)Lücken habe. Kürzlich also erstmals Cans berühmten Geniesteich „Tago Mago“ zum ersten Mal gehört. Fazit? Ja, in der Tat. Tatsächlich ein Geniestreich, teilweise sind die Stücke regelrecht hypnotisch. <br />
Punkte: 10/10<br />
<br />
Cavalera Conspiracy: Blunt Force Trauma<br />
Soulfly: Enslaved<br />
Thrash-Metal, 2011 resp. 2012<br />
Ex-Sepultura Gründer Max Cavalera hat seit seinem Sepultura-Ausstieg Mitte der 90er seit einigen Jahren zwei Bands am Laufen: Die Cavalera Conspiracy mit seinem Bruder Igor (auch Ex-Sepultura) und die brasilianisch/us-amerikanische Combo Soulfly. „Blunt Force Trauma“ ist das zweite CC-Album, „Enslaved“ schon das achte Soulfly-Album. Beide klingen durchaus ähnlich, und der gegenüber den Cavaleras häufiger mal zu hörende Vorwurf, dass das alles nicht wahnsinnig originell sei, stimmt schon. <br />
Nur: Das ist in beiden Fällen einfach kraftvoller, teilweise durchaus inspirierter und herrlich schneller Thrash. Nehmen wir gerne mit.<br />
Punkte (jeweils): 7/10.<br />
<br />
Danger Mouse & Daniele Luppi: Rome<br />
Symphonic Rock, 2012<br />
Geniale Idee: Man nehme die Retro-Instrumenten-Arrangements und die ehemaligen Sänger von Italo-Western und nehme damit eine neue Platte auf. Hinzu kommen Gaststars wie Jack White und Norah Jones. Das klingt tatsächlich original nach Italo-Western – und wunderschön. Ein exzellentes Pop-Album mit tollem Sound.<br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
Deichkind: Befehl von ganz unten<br />
Spaß-Rock, 2012<br />
Sicher mehr was für die Party als fürs Wohnzimmer. Die Texte der Band (Highlights: „Leider geil“ und „Illegale Fans“) machen aber einfach wirklich Spaß, da hört man wirklich gerne hin.<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
Enter Shikari: A Flash Flood of Colour<br />
Metalcore/Electrocore, 2012<br />
Durch die verschiedenen Genres irrlichterndes Album, ein Fest für Fans von Sound-Tüftler Alben. Das ist nicht immer völlig gelungen, die Rock-Passagen nerven eher, aber manches klingt schon sehr originell und auch wuchtig.<br />
Punkte: 6/10.<br />
<br />
Lana DelRey: Born to Die<br />
Pop, 2012<br />
Believe the Hype (der ja schon wieder abklingt), tolle Stimme (wissen wir), teilweise sehr gelungene Kompositionen (wissen wir jetzt).<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
Caro Emerald: Scenes from the Cutting Room Floor<br />
Jazz/Pop, 2011<br />
Ich kann mit Jazz so gar nichts anfangen, auch mit dieser Art Pop nicht. Das Album steckt aber so voller Power, da geben wir uns gerne hin. <br />
„You don’t love me“ auflegen – und ab.<br />
Punkte: 7/10.<br />
<br />
Epica: Reqiuem fort the Indifferent<br />
Symphonic Metal, 2012<br />
Hm, muss man vielleicht mal häufiger hören. Bei den ersten beiden Durchgängen ist bis auf ganz vereinzelte Passagen wenig hängen geblieben.<br />
Punkte: 5/10<br />
<br />
Haftbefehl: Kanackis<br />
Gangsta-Rap, 2012<br />
Die im Gangsta-Rap ausschließlich stattfindene, primatenhafte Welt zwischen Bitches bangen, Cash anhäufen, Benz fahren und eine Linie ziehen ist, zugegeben, nicht nur fremd und zuwider, sondern auch noch eintönig. <br />
Die Musik von Aykut Anhan, der mit Haftbefehl einen der hübschesten Künstlernamen der letzten Jahre sich zugelegt hat, ist aber über jeden Zweifel erhaben: Gut produzierter, durchgängig gut hörbarer, manchmal sogar origineller Rap. Kann man sich auch als Nicht-Azzlack gut anhören und als Feinschmecker für deutsche Lyrik kann man schönen Zeilen wie <br />
„Ich mach dir ein Loch in den Kopf und / <br />
lass rauchen“ <br />
einen gewissen Charme nicht absprechen.<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
Kasabian: Kasabian/Empire/West Ryder Pauper Lunatic Asylum/Velociraptor<br />
Britpop/Prog-Rock, 2004/2006/2009/2011<br />
Überzeugte das Debüt noch durch einige hübsche Prog Rock-Arrangements, sind die Nachfolger-Alben größtenteils reiner Britpop. Letzteres ist nichts für mich.<br />
<br />
Korn: The Path to Totality<br />
Nu Metal/Dubstep, 2012<br />
Gewöhnungsbedürftige Platte von Korn. Hat man sich aber an den Sound gewöhnt, macht das neue Korn-Album aber durchaus Spaß, zumal man die komplexen Arrangements erst bei mehrfachem Durchhören würdigen kann.<br />
Punkte: 6/10<br />
<br />
Kraftklub: Mit K<br />
Indie-Rock, 2012<br />
Die Ärzte, 20 Jahre jünger? Witzeln die Ärzte zumindest. <br />
Kraftklub überzeugt durch wirklich originelle Texte (auch wenn der Verfasser dieser Zeilen von dieser Lebenswelt doch schon einige Jahre entfernt ist..), musikalisch hätte das Album aber nicht ganz so massenkompatibel ausfallen müssen – das beißt sich mit der rebellischen und auf originell getrimmten Attitüde.<br />
Punkte: 6/10.<br />
<br />
Loom: Scored! (live)<br />
Electronica, 2012<br />
Die Ex-Tangerine Dream Mitglieder Jerome Froese und Johannes Schmoelling, beide umtriebige Solomusiker, tun sich zusammen mit einem weiteren E-Musiker und spielen zusammen eigene Froese und Schmoelling-Stücke, sowie Stücke von Tangerine Dream. <br />
Sehr gelungenes Live-Album, wunderbar inspiriert gespielt, ein Ohrenschmaus.<br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
Marilyn Manson: No Reflection (Single)<br />
Industrial Rock, 2012<br />
Die einzige Single-Besprechung in diesem Eintrag im Hinblick auf das neue Album “Born Villain” Ende des Monats. <br />
Die Single zeigt: MM bleiben sich treu, vielleicht sogar zu treu, „No Reflection“ ist aber wieder so makellos produziert und geht so gut ab, dass man sich auf das Album durchaus freut. <br />
<br />
Matzumi: In Mutatio Tempora<br />
Electronica, 2011<br />
Synthesizer-Klänge und eine wunderschöne Frauenstimme vermischen sich zu traumhaft schöner Musik. Eine der wenigen weiblichen Solokünstler im Feld der elektronischen Musik und eine Musikerin, bei welcher man auf jedes neue Album gespannt sein darf. Denn: „In Mutatio Tempora“ ist in einem sowieso schon starken Oeuvre ihr bisher bestes Album.<br />
Punkte: 9/10<br />
<br />
Nightwish: Imaginaerum<br />
Symphonic Metal, 2012<br />
Bombastisch produziertes, kompositorisch originelles und vor allem sehr auf Abwechslung setzendes Nightwish-Album. Teilweise erreiche das Marketing etwas viel Lautstärke, aber es war durchaus berechtigt: Eine sehr gelungene Platte mit hohem Hör-Wiederholungsfaktor. <br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
Sarah Müller Band: 3:16 (EP)<br />
Christlicher Pop, 2012<br />
Insbesondere die preisgekrönte Single „Die Antwort“ weist darauf hin, dass man diese kleine christliche Band im Auge behalten muss. Sehr schön getextet und komponiert.<br />
<br />
Picture Palace Music: Metropolis Poetry <br />
Electronica/Rock, 2011<br />
Die Band von Tangerine Dream-Keyboarder Thorsten Q. Quaeschning lässt sich für ihre Alben von Stummfilmen inspirieren und spielt für diese „neue“ Soundtracks ein. Faszinierendes Album, wie fast alle Werke von PPM.<br />
Punkte: 8/10<br />
<br />
Uwe Reckzeh: Subsesizer & Mirror Images<br />
Electronica, 2011/2012<br />
Die beiden letzten Alben von Elektronik-Musiker Uwe Reckzeh fallen etwas rhythmischer als gewohnt aus, ohne die Berliner Schule zu vernachlässigen. Bei beiden Album merkt man Reckzehs Spielfreude, und dass ihn die Muse diesmal besonders kräftig geküsst hat. Teilweise fast Ohrwurm-Charakter. Toll.<br />
Punkte (jeweils): 8/10<br />
<br />
Johannes Schmoelling: A Thousand Times & Time and Tide<br />
Electronica, 2011/2012<br />
Während “A Thousand Times” ein übliches starkes Schmoelling-Album wurde (8/10), fällt “Time & Tide” leider etwas unverbindlich und beliebig aus (6/10).<br />
<br />
Helge Schneider: Akopalüze Nau! (live)<br />
Helge-Konzert, 2007<br />
Helge enttäuscht nicht, die übliche Mischung als Helge-Klassikern, lustigen improvisierten Geschichten (darunter die Schöpfung nach Helge) und Strafjazz hört man immer wieder gerne.<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
Klaus Schulze: Big in Japan (live)<br />
Electronica, 2010<br />
Konzert auf Einladung eines wohlbetuchten japanischen Fans – der mehr bekam, als er sich zu träumen wagte. Einige Wahnsinnsstücke wie „Sequencers are Beautiful“ zeigen Klaus Schulze, inzwischen Mitte 60, immer noch in Hochform. Ein begeisterndes Album. Nur die Neuinterpretation von „Crystal Lake“ als „The Crystal Returns“ und „A Crystal Poem“ sind erst mitunter gewöhnungsbedürftig.<br />
Punkte: 9/10.<br />
<br />
Synth.NL: Apollo<br />
Electronica, 2011<br />
Konzept-Album zum Raumfahrtprogramm der NASA des holländisches Elektronik-Musikers. <br />
Eine gelungene Hommage, die Klangteppiche und viele Funkspruch-Samples mischt. <br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
Tangerine Dream: Finnegan’s Wake & Machu Picchu<br />
Electronica, 2011/2012<br />
Die beiden neuesten “Cupdiscs” (eigentlich normale Alben) von Tangerine Dream fielen überdurchschnittlich stark aus. „Finnegan’s Wake“ weist einige hypnotische Stücke auf, und auch das für TD etwas ungewöhnlich klingende „Machu Picchu“ überzeugt bei mehrfachem Durchhören<br />
Punkte Finnegan’s Wake: 8/10<br />
Punkte Machu Picchu: 7/10<br />
<br />
Turntablerocker: Einszwei<br />
Dance, 2012<br />
Das neue Album nach zehn Jahren des Nebenprojekts von Fanta-Mann Michi Beck und des DJs Thomas Burchia ist, wie erwartet, eine reine Dance-Scheibe geworden. <br />
Nicht alle Tracks überzeugen, manche gehen aber schon sehr gut ab.<br />
Punkte: 7/10<br />
<br />
Unisonic: Unisonic<br />
Metal/Rock/AOR, 2012<br />
Die Band um die Ex-Helloween-Mitglieder Michael Kiske (Gesang) und Kai Hansen (Gitarre, Produktion) legt drei Jahre nach ihrer Gründung endlich ihr erstes richtiges Album vor – und können damit voll überzeugen; einige wirklich fetzige Stücke mit der faszinierenden Stimme von Michael Kiske begeistern, da sieht man einige winselnde Mainstreamkompromisse in anderen Tracks (auf dieseArt von Musik steht Kiske wohl nun mal, da macht man nix dran) gerne nach. Ein echter Knaller und ein erstes Highlight 2012.<br />
Punkte: 9/10]]></description>
<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 01:04:37 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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<title>Gesehen: Fünf Filme</title>
<link>http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2698</link>
<description><![CDATA[Fünf Filme, die keine Langbesprechung verdienen. Einmal Musketiere, ein SF-Reißer (The Thing), der neue Spielberg (Tim und Struppi), der Kultfilm "The Machinist" mit Christian Bale und das Action-Mythosepos "Krieg der Götter" von Tarsem Singh. <br /><br /> <B>Die Drei Musketiere</B><br />
Literaturverfilmung von Rowland W. Lee, USA 1935, 93 Minuten (DVD-PAL)<br />
<B>Schwerpunkt: Die Drei Muskeitere</b><br />
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Langsam, aber beständig wird der Musketier-Schwerpunkt hier im Blog fortgesetzt. Diese erste Hollywood-Tonfassung mit Walter Abel als D’Artagnan ist nicht so schlecht wie ihr Ruf. Sichtlich in Handlungsstruktur und Dekors inspiriert von dem Douglas Fairbanks-Stummfilm von 1921 schlägt sich diese Tonfilmproduktion eigentlich durchaus ordentlich und unterhält durch üppig mit im Academy-Format kadrierten Dekors und Kostüme. Ebenfalls aus der Fairbanks-Version stammt die „Idee“, dass Abel für den D’Artagnan deutlich zu alt ist. Der schöne Max Steiner-Score ist ein Pluspunkt. <br />
Punkte: 6/10<br />
Der Film ist nur schwierig erhältlich, gesichtet wurde die spanische DVD „Por la dama y el honor“, die auch die englische Tonspur ohne Untertitel enthält.<br />
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<B>The Thing</B><br />
SF-Thriller von Matthis van Heijningen, Jr., USA 2011, 103 Minuten (BD-24fps)<br />
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Als Prequel ausgewiesenes Quasi-Remake des John Carpenter-Films von 1982. Auch dieser Film setzt auf eine kräftige Dosis Paranoia auf engstem Raum – und das durchaus mit Erfolg. Rob Bottins damals grelle Maskeneffekte wurden durch noch schrillere CGI-Effekte ersetzt, die gleichwohl bei allem Körper-Geglibber deutlich steriler wirken. Trotzdem: Streckenweise wird durchaus ansprechende B-Film Spannung aufgebaut. Für einen netten SF-Abend ohne große Ansprüche durchaus brauchbar.<br />
Punkte: 7/10<br />
Gesichtet wurde die deutsche Blu-Ray.<br />
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<B>Tim und Struppi</B><br />
(The Adventures of Tintin)<br />
Abenteuer-Film von Steven Spielberg, USA 2011, 107 Minuten (BD-24fps)<br />
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Jetzt muss ich vorsichtig formulieren, um mich bei den diversen Fans nicht völlig unbeliebt zu machen. Aber ehrlich muss ich auch sein: Ich kenne Tim und Struppi so gut wie gar nicht und finde ihre Reinkarnationen in diesem CGI-Film eher blass. Ein bubihafter, langweiliger Journalist und sein weißer Hund sind solche Comic-Helden? <br />
Spielberg channelt hier sichtlich seine Indiana Jones-Filme und so gibt es Action vor exotischen Kulissen mehr als satt; diese durchaus einfallsreich und wuchtig inszeniert, gleichwohl auf Dauer aber auch lärmend und ermüdend. Die Idee, den Film als CGI-Abenteuer zu inszenieren, war aber richtig – einfach, weil es Spielberg mehr visuelle Kreativität und Freiheiten in Szenen erlaubt, die zwar heute in einem Realfilm auch realisierbar wären, die man aber dann nicht abkaufen würde. <br />
Mag sein, dass die Comics noch in Jahrzehnten gelesen werden. Dieser leidlich ansehbare und unterhaltsame Film hier wird aber bald wieder vergessen sein. Mal sehen, ob Peter Jackson die Rezeptur (im wesentlichen: Action satt) für seinen Tim und Struppi-Film noch verändert. Aber erstmal muss er einen zweiteiligen Hobbit-Film fertig stellen. <br />
Punkte: 5/10<br />
Gesichtet wurde die deutsche Blu-Ray. <br />
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<B>Der Maschinist</B><br />
(The Machinist)<br />
Horror-Thriller von Brad Anderson, Spanien 2004, 97 Minuten (DVD-PAL)<br />
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Man verliert ständig an Gewicht, seinen Job, und seinen Sinn für Realität. <br />
Christian Bale als Knochegerippe zu sehen ist wirklich ein Hingucker und beeindruckend, auch der eminente Stilwille dieses zum Kultfilm avancierten kafkaesken Thrillers und die Verschränkung der Realitätsebenen ist ausgezeichnet gelungen. <br />
Leider begibt sich der Film am Ende viele seiner Stärken durch eine entsetzlich banale Enthüllung, die einen zutiefst enttäuscht zurück lässt.<br />
Punkte: 6/10<br />
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<B>Krieg der Götter</B><br />
(The Immortals)<br />
Historien-Schlachtenepos von Tarsem Singh, USA 2011, 111 Minuten (BD-24fps) <br />
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An die Titanomachie, vor allem aber an die Film-Hits „300“ und „Kampf der Titanen“ angelehntes Schlachtenepos von Tarsem Singh (The Cell, The Falls), der wieder einmal seinem extremen Stilwillen frönen darf und dabei durchaus beeindruckende Bilder zustande bringt. Leider sorgen die nichtssagende Geschichte mit blassen Charakeren und die bedrückende Sterilität von Sets, austretenen Körpferflüssigkeiten und Dekors dafür, dass man ständig außen vor bleibt. <br />
Mittelmäßige Zwischensequenzen in Computerspielen sind häufig nur mit Skip-Taste zu ertragen, wer möchte sich so eine freiwillig antun, wenn sie fast _zwei Stunden_ dauert?<br />
Punkte: 4/10<br />
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<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 00:05:10 +0200</pubDate>
<dc:creator>Oliverj63</dc:creator>
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