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Dienstag, 05.01.2010

Gesehen: Durst

(OT: Bakjwi 박쥐 / Thirst)
Vampir-Drama von Park Chan-wook, Korea 2009, 133m51s (NTSC)
Mit Song Kang-ho, Kim Ok-bin, Shin Ha-kyun u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Koreanisch DD 5.1 mit engl. UT., Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Ein neuer Film eines der interessantesten Filmregisseure der Welt ist immer ein kleines Ereignis, das gilt insbesondere für die Filme des Koreaners Park Chan-wook („Sympathy for Lady Vengeance“, „Oldboy“), der nie vorhersehbare Filme angeht und diesmal ein Vampirdrama, das angeblich auf einem Zola-Roman basiert, vorgelegt hat. Schon immer hatten Parks Filme leichte Tempo-Probleme, was aber in der Regel durch die famose Inszenierung dieses Meisterregisseurs mehr als wett gemacht wurde. Nicht so, leider, bei „Thirst“, der nicht nur die wenigsten glänzenden Szenen in Parks bisherigem Werk enthält, sondern als sein mit fast 2 ¼ Stunden mit Abstand bisher längster Film selbst die Geduld seiner tolerantesten Fans strapaziert.
Und fertig ist Park Chan-wooks erster Fehlgriff.

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Samstag, 02.01.2010

Gesehen: Kambakkht Ishq

(OT: कमबख़्त इश्क़ / dt. übers. Elende Liebe, vorauss. dt. Titel: 'Drum prüfe wer sich ewig bindet')
Komödie von Sabbir Khan, Indien 2009, 134m15s (NTSC)
Mit Akshay Kumar, Kareena Kapoor, Amrita Arora u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Große Stars, Hit-Status in Bollywood, da schaut man gerne mal hin.
Und sollte es nicht tun, handelt es sich doch einmal mehr um eine dieser unsäglichen Komödien aus Bollywood mit nicht-exportierbarem Humor - zumindest kommt er hier nicht an - der Sorte, dass die Darsteller über zwei Stunden hektisch und laut herumschreien und zappeln. In so einer Rolle hat man Akshay Kumar nun wirklich schon zu häufig gesehen, so dass sein durchaus vorhandener Charme langsam abblättert und man beginnt, eine Verweigerungshaltung ihm gegenüber aufzubauen - was aber nichts nützt, da er damit seit Jahren Hit auf Hit landet und damit wohl kaum aufhören wird.

Geschrieben von Oliver unter dem Permalink in Film: Indien

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Samstag, 19.12.2009

Gesehen: New York

Thriller von Kabir Khan, Indien 2009, 151m19s (NTSC)
Mit Nil Nitin Mukesh, John Abraham, Katrina Kaif, Irrfan (Irrfan Khan) u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,20:1 anamorph.

Die verlässliche, nur durch wenige Ausnahmen durchbrochene Regelmäßigkeit, mit welcher sich Filmemacher in Bollywood politischen Themen gedankenlos nähern und dann unausgegorene Filme produzieren, wäre vielleicht mal eine eigene Untersuchung wert. Wenn man dann gewahrt, dass „New York“ das Thema 9/11 behandelt, zuckt man erstmal zusammen. Und ist nach Sichtung des Films dann erleichtert: Ja, er ist mitunter unausgegoren oder sogar idiotisch, das hätte aber wirklich schlimmer kommen können. Aber halt auch besser werden können, was auch für die Unterhaltungsaspekte als Thriller gilt. „New York“ ist allenfalls Durchschnitt.
Mittlere Spoiler

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Dienstag, 15.12.2009

Gesehen: Harry Potter I-VI

Sehr lange Analysen zu allen Potter-Filmen findet man anderswo, gehen wir im Schnelldurchlauf noch einmal anlässlich des Starts des sechsten Films auf DVD die bisherigen Kinoabenteuer von Harry Potter noch einmal durch, wobei dieser Eintrag auch zum Erinnern und Schwelgen einladen soll.

Vorher müssen wir aber auch einmal den eigentlich Helden dieser Filme besingen, der eigentlich nie im Rampenlicht steht. Wer das ist?

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Freitag, 06.11.2009

Gesehen: Delhi-6

Masala-Drama von Rakeysh Omprakash Mehra, Indien 2009, 140m58s (NTSC)
Mit Abhishek Bachchan, Sonam Kapoor, Waheeda Rahman u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,20:1 anamorph.

Im sehr schnelllebigen Geschäft in Bollywood sind Filme auch mal schnell wieder vergessen. Das gilt nicht für Rakeysh Omprakash Mehras „Rang de Basanti“ von 2006, dessen Song „Khalbali“ hier beim Verfasser dieser Zeilen nach wie vor häufig läuft, während die Bilder des emotional aufwühlenden Finales nach wie vor vor dem geistigen Auge präsent sind. Man durfte gespannt sein ,was Mehra als nächsten Film abliefert. Wenn man dann hört, dass bei „Delhi-6“ Abhishek Bachchan einen New Yorker NRI spielt, der erstmals in seinem Leben mit seiner Großmutter Delhi besucht, weiß man auch als Nicht-Inder gleich zwei Dinge: Natürlich wird die Hauptfigur vom Zauber seiner indischen Heimat schließlich überwältigt, und so ein Film kann eigentlich nur gut werden. Das erste gilt uneingeschränkt, das zweite leider nicht so.

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Mittwoch, 19.08.2009

Gesehen: Sangdil

Literatur-Verfilmung von R.C.Talwar, Indien 1952, 132m0s (NTSC)
Mit Dilip Kumar, Madhubala, Dara Singh u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 1.0 mono mit engl. UT, Bildformat: 1,33:1 Vollbild
Jane Eyre-Filmreihe 5/14

Ähnlich wie die kürzlich besprochene „Wuthering Heights“-Bollywood Adaption „Dil Diya Dard Liya (1966)“ nahm sich die indische Hindi-Filmindustrie bereits schon vorher Charlotte Brontës „Jane Eyre“ an. Wie später bei „Dil Diya..“ dürfte auch dieser Film von 1952 sich als Vorbild eine große Hollywood-Adaption ausgesucht haben, hier diejenige von 1944 mit Orson Welles und Joan Fontaine; allzu auffällig sind Parallelen in der Stoffverdichtung. Dabei folgt diese Bollywood-Adaption dem Roman in groben Zügen erstaunlich genau, erlaubt sich aber schon einige signifikante Abweichungen.

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Sonntag, 12.07.2009

Gesehen: Dil Diya Dard Liya

Literatur-Verfilmung/Masala-Film von A.R.Kadar, Indien 1966, 162m40s (NTSC)
Mit Dilip Kumar, Waheeda Rehman, Pran u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 Upmix mit engl. UT, Bildformat: Vollbild 4:3
Reihe: Wuthering Heights-Verfilmungen 3/14

Was Emily Brontë wohl in ihrem einsamen Pfarrhaus in Haworth 1847 dazu gesagt hätte, dass selbst aus so entfernten Ländern wie Japan, Mexiko und Indien Adaptionen ihres Romans "Wuthering Heights" über einhundert Jahre später im ihr noch unbekannten Medium Film entstehen würden? Ja, auch in Bollywood entstand eine Adaption ihres Buches (aus Platzgründen wird für dessen Inhalt und Bewertung auf meine Rezension des Romans verwiesen) im Jahr 1966. Diese war, trotz Besetzung mit Superstar Dilip Kumar, damals kein Kassenhit, erweist sich aber immerhin selbst nach der Transformation in Bollywood-Konventionen noch als ziemlich dicht an der Vorlage, was bei Bollywood-'Adaptionen' westlicher Vorlagen keinesfalls selbstverständlich ist. Selbstverständlich und in Bollywood absolut üblich ist es aber, westlichen Vorlagen die Anerkennung zu verweigern und diese zu verschweigen, so dass Emily Brontë im Vorspann natürlich nicht erwähnt wird.

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Mittwoch, 17.06.2009

Bollywood-Blog wieder da!

Seit Monaten herrschte im Bollywood-Blog, dem einstmals größten, zugkräftigsten und aktuellsten solchen Blog in Deutschland, ziemliche Funkstille. Jetzt ist aber ein großer Relaunch gelungen, zu dem ich nur herzlich gratulieren kann. Das Team um Michael, Mike und Mirie ist wieder voll da und offensichtlich voller Tatendrang!

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Sonntag, 03.05.2009

Gesehen: Billu

(OT: बिल्लू, a.k.a. 'Billu Barber')
Drama von Priyadarshan, Indien 2009, 137m8s (NTSC)
Mit Irrfan Khan, Lara Dutta, Shah Rukh Khan u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT., Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Priyadarshan ist in Indien berüchtigt für hektische Hibbel-Komödien – und enorm erfolgreich damit. Immer mal wieder beweist er, dass er auch anders kann, wie mit diesem eher kleineren Drama um ein kleines Dorf, Opferbereitschaft und Starkult, in welchem Shah Rukh Khan nur eine Nebenrolle spielt. Da der Film wohl eine Dosis zu viel Realität und zu wenig Shah Rukh enthielt, war er in den indischen Kinos trotz der großen Namen nur mäßig erfolgreich, obwohl er eigentlich ziemlich gelungen ist.

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Samstag, 02.05.2009

Gesehen: Rab Ne Bana Di Jodi

(OT: रब ने बना दी जोडी, dt: 'Ein Göttliches Paar')
Romantische Komödie von Aditya Chopra, Indien 2008, 164m11s (NTSC)
Mit Shah Rukh Khan, Anushka Sharma, Vinay Pathak u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT., Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Er wollte mal wieder selbst ran. Der umtriebige Erfolgsproduzent Aditya Chopra, Sohn von Filmlegende Yash Chopra, hat in gut zwanzig Jahren nur drei Mal auf dem Regiestuhl Platz genommen, darunter neben diesem neuen Werk hier bei einem der erfolg- und einflussreichsten Bollywood-Film aller Zeiten mit „Dilwayne Dulhania Le Jayenge“ (1995) und bei dem schönen und immer noch etwas unterschätzten Schullehrer-Epos „Mohabbatein“ (2000).
Zum dritten Mal zusammen mit Shah Rukh Khan, gelang ihm damit Ende 2008 ein gigantischer Blockbuster, obwohl der Film sich gegen Pracht-Epen wie jene von Farah Khan oder Karan Johar in Ausstattung und gedanklich eher fast bescheiden ausnimmt.

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Montag, 30.03.2009

Gesehen: Ghajini

Vergleichende Besprechung des Tamil-Originals von 2005 mit dem Hindi-Remake von 2008

Tamil: கஜினி
Masala-Thriller von A. R. Murugadoss, Indien 2005, 173m51s (NTSC)
Mit Surya, Asin, Pradeep Rawat u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Tamil DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph.


Hindi: गजनी
Masala-Thriller von A. R. Murugadoss, Indien 2008, 184m32s (NTSC)
Mit Aamir Khan, Asin, Pradeep Rawat u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Ghajini ist eine Erfolgsgeschichte. Schon das tamilische Original von A.R. Murugadoss war 2005 der dritterfolgreichste tamilische Film des Jahres (und das in einem Jahr mit Superhits wie Chandramukhi und Anniyan) und das vom selben Regisseur inszenierte Hindi-Remake entwickelte sich Ende 2008 zum größten Blockbuster der indischen Filmgeschichte, wobei nicht inflationsbereinigt beim Netto-Einspiel die Milliarden-Rupien-Grenze erstmals hinter sich gelassen wurde.
Viel Aufhebens wurde darum gemacht, dass es sich hierbei um ein ungefragtes Remake von Christopher Nolans „Memento“ handelt, dabei übernimmt der Film davon nur die Grundidee um dann eine typische Masala-Mischung zu liefern: Eine Frau muss mit dem Herzen gewonnen und Bösewichte mit den Fäusten in die Schranken gewiesen werden, wie sich das gehört.

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Sonntag, 08.02.2009

Gesehen: Balram vs. Tharadas

(OT: ബല്‍റാം Vs താരാദാസ്‌)
Masala-Thriller von IV Sasi, Indien 2006, 155m36s (NTSC)
Mit Mammooty, Katrina Kaif, Sreenivasan u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Malayalam DTS 5.1 mit engl. UT, Bild: 2,35:1 anamorph

Bevor sie in Bollywood zum Superstar avancierte, hat Katrina Kaif am Anfang ihrer Karriere auch drei südindische Filme verschönert. Neben zwei Ausflügen in die Telugu-Industrie, die romantische Komödie ”Malliswari – The Princess (2004)” und den Thriller ”Allari Pidugu (2005)” , die beide schon vor 2 ½ Jahren hier im Blog besprochen wurden, stand sie 2006 auch in Kerala für den Malayalam-Thriller „Balram vs. Tharadas“ zusammen mit Mammooty vor der Kamera. Die DVD zu diesem Film erschien sehr spät, weshalb die Besprechung erst jetzt nachgereicht werden kann, denn bei Katrina Kaif ist hier im Blog ja Vollständigkeit angestrebt; Besprechungen ihrer beide Ende letzten Jahres gestarteten Bollywood-Filme „Hello“ und „Yuvraaj“ folgen bald.

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Mittwoch, 14.01.2009

Gesehen: Singh is Kinng

(OT: सिंह इज़ किंग)
Masala-Komödie von Anees Bazmee, Indien 2008, 136m15s (NTSC)
Mit Akshay Kumar, Katrina Kaif, Kirron Kher u.a.
DVD, Sprache: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bild: 2,35:1 anamorph.

Nichts Neues von Anees Bazmee: Nach ”No Entry” von 2005 und ”Welcome ” von 2007 liefert er mit “Singh is Kinng” den dritten Film in Folge ab, auf welchen folgende Eigenschaften passen: Alle drei sind Star-besetzte Komödien, die zumindest in der ersten Hälfte noch leidlich unterhalten um dann post-interval in langatmige Schematismen abrutschen, die mit viel Hektik kaschiert werden. Das Resultat waren und sind hier im Blog jeweils bei allen drei Werken 5/10 Punkte. Was aber nichts daran ändert, dass alle drei Filme astronomische Unsummen eingespielt haben.

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Mittwoch, 10.12.2008

Gesehen: God Tussi Great Ho

(OT: गॉड तुस्सी ग्रेट हो, dt.übers.: 'Gott ist groß')
Masala-Film von Rumy Jafry, Indien 2008, 146m16s (NTSC)
Mit Amitabh Bachchan, Salman Khan, Priyanka Chopra u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph.

In der erschreckend langen Reihe Hollywood-inspirierter Raub-Remakes stellt diese starbesetzte indische Produktion die Bollywood-Fassung des Jim Carrey-Hits „Bruce Allmächtig“ von 2003 dar.
Ohne, wie meist, den Segen der Rechteinhaber und Nennung der Vorlage in den Credits. Dies ist insofern mal ein interessanter Kandidat, als schon das Original trotz großem Erfolg eine gedanklich schrecklich unausgegorene Angelegenheit war und sich die Handlung eigentlich für die üblichen Bollywood-Schematismen und die religiösen Sensibiltäten in Indien schlecht eignet. Auch wenn es natürlich nahe liegt, wenn man schon Gott besetzen muss, dafür Amitabh Bachchan zu nehmen.

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Montag, 24.11.2008

Gesehen: Thoda Pyaar Thoda Magic

(OT: थोड़ा प्यार थोड़ा मैजिक, dt. übers.: 'Ein wenig Liebe, ein wenig Magie',
offizieller dt. Titel (VÖ 20.2.2009 von rem) steht noch nicht fest)
Familienkomödie von Kunal Kohli, Indien 2008, 136m56s (NTSC)
Mit Rani Mukerji, Saif Ali Khan, Amisha Patel u.a.
DVD, Sprache/Tonformat: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Nach dem schönen, aber nicht so erfolgreichen „Mujhse Dosti Karoge!“ 2002, dem romantischen Hit “Hum Tum” 2004 und dem Superhit “Fanaa” 2006 mit der vielbeachteten Rückkehr von Kajol aus der Babypause durfte man gespannt sein, was man von Regisseur Kunal Kohli als nächstes erwarten durfte. Er besann sich 2008 wieder auf sein Erfolgspaar aus „Hum Tum“ und besetzte Rani Mukerji und Saif Ali Khan in einer Familienkomödie mit „Mary Poppins“-Anleihen. Trotz wie üblich Rückendeckung durch das Erfolgslabel Yash Raj und Hit-Produzent Aditya Chopra wollte das Publikum ihm aber diesmal nicht folgen, so dass „Thoda Pyaar Thoda Magic“ nach ganz ordentlichem Start schnell abstürzte. Die Gründe dafür liegen wohl auch im Film selbst.

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Mittwoch, 08.10.2008

Gesehen: Race

(OT: रेस)
Masala-Thriller von Abbas-Mustan, Indien 2008, 154m59s (NTSC)
Mit Saif Ali Khan, Akshaye Khanna, Bipasha Basu, Katrina Kaif, Anil Kapoor, Sameera Reddy u.a.
DVD, Sprache/Ton: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,20:1 anamorph.

Das brüderliche Regie-Duo Abbas and Mustan Burmawalla, die in der Regel nur als Abbas-Mustan firmieren, ist in Bollywood bekannt für von westlichen Vorbildern inspirierte Masala-Filme mit starken Thriller-Elementen, die in der Regel sehr slick, aber auch seicht inszeniert sind und große Stars aufweisen.
Hier im Blog wurden von ihnen u.a. schon “36 China Town“, und “Chori Chori Chupke Chupke“ besprochen, während ihr letzter großer Hit, das recht gelungene „Enthüllung“-Remake „Aitraaz“ mit famosen Leistungen von Priyanka Chopra und Kareena Kapoor kurz vor den Start dieses Blogs fiel und deshalb hier nicht besprochen wurde.
Seicht sind sie meist, selten waren Abbas-Mustan aber so seicht (Indiens sowohl bekanntester als auch schlechtester Filmkritiker Taran Adarsh machte "Substanz" in dem Film aus - wo?!) wie bei „Race“ – aber auch noch nie so erfolgreich, der Film spielte in Indien über 600 Millionen Rupien netto ein und war dort ein Super-Hit.

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Mittwoch, 24.09.2008

Gesehen: Jodhaa Akbar

(OT: जोधा-अकबर)
Historien-Epos von Ashutosh Gowariker, Indien 2008, 213m33s (NTSC).
Mit Hrithik Roshan, Aishwarya Rai Bachchan, Sonu Sood u.a.
DVD, Sprache/Ton: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,30:1 nicht anamorph.

So skeptisch man in Indien gegenüber Hollywood ist, auf die Tatsache, dass Regisseur Ashutosh Gowariker mal für den Academy Award für „Lagaan“ (2001) nominiert war, ist man heute noch stolz wie Oscar. Diese Erwähnung ist fast Teil von Gowarikers Namen geworden. Nach dem gewaltigen künstlerischen und kommerziellen Erfolg mit „Lagaan“ legte Gowariker 2004 mit dem Einwanderer- und NRI-Drama„Swades“ nach, ein ebenfalls hervorragender Film, der aber trotz Shah Rukh Khan in der Hauptrolle die kommerziellen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Insofern ist es von Gowariker durchaus mutig, nun ein dreieinhalbstündiges, enorm aufwändiges Geschichts-Epos zu inszenieren, denn diese sind in Indien keinesfalls immer Kassengaranten. Wobei das Risiko bei „Johdaa Akbar“ gering war, verfilmt man doch die Geschichte eines der größten und beliebtesten Nationalhelden Indiens und das Darstellerpaar Hrithik Roshan und Aishwarya Rai jetzt Bachchan hatte schon bei „Dhoom: 2“ für volle Kassen gesorgt. Die Rechnung sollte auch mehr als aufgehen, trotz der Überlänge und des historischen Themas wurde „Johdaa Akbar“ Anfang des Jahres 2008 mit einem Nettoeinspiel von über 600 Millionen Rupien ein Super-Hit in Indien.

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Mittwoch, 27.08.2008

Gesehen: Shankar Dada Zindabad

Komödie von Prabhu Deva, Indien 2007, 149m31s (NTSC)
Mit Mega Star Chiranjeevi, Karishma Kotak, Dilip Prabhavalkar u.a.
DVD, Sprache/Ton: Telugu DD 3.0 ohne UT (argh), Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Der große Erfolg von “Munna Bhai MBBS” (Besprechung hier) Ende 2003 zog 2004 nicht nur Remakes in Tamil, Telugu (heute ebenfalls besprochen), Kannada und Englisch (in Arbeit) nach sich, sondern auch, was im indischen Kino immer noch eher selten ist, Fortsetzungen. War schon das Original sehr erfolgreich, wurde die Hindi-Fortsetzung „Lage Raho Munna Bhai“ (Besprechung heute noch einmal hier eingestellt) im Jahr 2006 ein Mega-Blockbuster und während die anderen Remakes bisher für sich blieben, erfuhr das Telugu-Remake Shankar Dada MBBS dann 2007 eine Forsetzung, die sich als szenegetreues Remake der Hindi-Fortsetzung "Lage Raho Munna Bhai" erweist und hier nun besprochen oder eher vorgestellt wird.

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Gesehen: Shankar Dada MBBS

Komödie von Jayanth C. Paranjee, Indien 2004, 165m56s (NTSC)
Mit Mega Star Chiranjeevi, Sonali Bendre, Paresh Rawal u.a.
DVD; Sprache/Ton: Telugu DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,0:1 nicht anamorph.

Der große Erfolg von “Munna Bhai MBBS” (Besprechung hier) Ende 2003 zog 2004 nicht nur ein Tamil-Remake namens „Vasool Raja MBBS“ (Besprechung hier) nach sich, sondern auch ein Telugu-Remake, der hier zu besprechende “Shankar Dada MBBS”.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass ebenfalls ein Kannada-Remake namens „Uppi Dada MBBS“ entstand, sowie ein englisches Remake mit dem Arbeitstitel „Gangsta M.D.“ in Arbeit ist. Und dass das hier zu besprechende Telugu-Remake wie das Hindi-Original eine Fortsetzung nach sich zog, die wiederum ein Remake der Hindi-Fortsetzung ist; beide werden ebenfalls heute besprochen. Soweit alles klar? Gut. Wenn nicht, den Absatz bitte einfach noch mal lesen.

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Gesehen: Lage Raho Munna Bhai

(OT: लगे रहो मुन्नाभाई)
Komödie von Rajkumar Hirani, Indien 2006, 144m37s (NTSC)
Mit Sanjay Dutt, Vidya Balan, Arshad Warsi u.a.
DVD, Sprache/Ton: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Zum Anlass der heutigen Besprechung des Telugu-Remakes folgt hier noch einmal eine ganz leicht überarbeitete Version meiner Besprechung vom 25.11.2006 des Hindi-Originals.

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Freitag, 22.08.2008

Gesehen: Tashan

(ET: Style)
Action-Thriller von Vijay Krishna Acharya, Indien 2008, 147m5s (NTSC)
Mit Saif Ali Khan, Kareena Kapoor, Akshay Kumar, Anil Kapoor u.a.
DVD, Sprache/Ton: Hindi DD 5.1 mit engl. UT, Bild: 2,35:1 anamorph

Als man mit Vijay Krishna Acharya den Drehbuchautor der beiden sehr erfolgreichen „Dhoom“-Filme mit der Regie für den Action-Thriller „Tashan“ beauftragte, ging man bei dem renommierten Produktionshaus Yash Raj von einem sicheren Hit aus. Dass „Tashan“ dann nur ordentlich lief, liegt aber nicht nur an einem weidlichen publizierten Streit mit den Kinobetreibern um Gewinnbeteiligungen, sondern vor allem daran, dass ein indischer Kassenhit auf vielen Gebieten überzeugen muss und „Tashan“ hier nur in einer einzigen Disziplin punkten kann: Bei der Star-Besetzung.

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Mittwoch, 20.08.2008

Gesehen: Brick Lane

Migrationsdrama von Sarah Gavron, GB 2007, 97m30s (PAL)
Mit Tannishtha Chatterjee, Satish Kaushik, Christopher Simpson u.a.
DVD, Sprache/Ton: Englisch und Bengali DD 5.1, Bildformat: 2,35:1 anamorph.

In der Brick Lane im Osten Londons findet man viele Schilder nicht nur in Englisch, sondern auch in Bengali, weil sich dort sehr viele Bangladeschis niedergelassen haben. Ein eher tristes Schicksal dort erzählt der nach der Straße benannte Film nach dem Roman von Monica Ali.

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Freitag, 04.07.2008

Gesehen: Bhool Bhulaiyaa

(OT: भूल भुलैया / dt.: 'Bhool Bhulaiyaa - Geisterhaus')
Grusel-Masalafilm von Priyadarshan, Indien 2007, 154m28s (NTSC)
Mit Akshay Kumar, Vidya Balan, Amisha Patel u.a.
DVD, Sprache/Ton: Hindi DD 5.1 mit engl UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph

Der 1993 in Kerala höchst erfolgreich gelaufene und kürzlich besprochene Malayalam-Film "Manichitrathazhu" erlebte drei weitere, ebenfalls sehr erfolgreiche Remakes. Gut zehn Jahre später entstanden zwei südindische Remakes, beide von P. Vasu, zum einen "Aaptha Mitra"in der Sprache Kannada des indischen Bundestaates Karnataka im Jahr 2004, und zum anderen ein Jahr später als tamilische Fassung namens "Chandramukhi". Dabei passte Regisseur P. Vasu den Film für das jeweilige Publikum an: Schon in der Kannada-Fassung wurden deutlich mehr Masala-Elemente integriert und für das tamilische Publikum fügte er einen Extra-Schuss Heroismus und Prügeleien hinzu. Ferner wurde in beiden Filmen der populäre Star, der jeweils den Psychologen spielt, nicht erst zur Filmmitte, sondern gleich am Anfang eingeführt. Die hier zu besprechende Hindi-Version, obwohl mit Priyadarshan von einem sehr populären sündindischen Regisseur verfilmt, nimmt etwas überraschend nichts von den südindischen Remakes wieder auf, sondern bietet völlig unabhängig von deren Anpassungen, eine außerordentlich werkgetreue Neuverfilmung des Ursprungsfilms.

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Dienstag, 01.07.2008

Gesehen: Aaptha Mitra

(dt. übers: 'Ein Guter Freund')
Grusel-Masalafilm von P. Vasu, Indien 2004, 146m35s (NTSC)
Mit Vishnuvardhan, Soundarya, Ramesh u.a.
DVD (Sri Ganesh Video/Indien), Sprache/Ton: Kannada DD 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35:1 irgendwie anamorph.

Der 1993 in Kerala höchst erfolgreich gelaufene und kürzlich besprochene Malayalam-Film "Manichitrathazhu" wurde von Regisseur P. Vasu gut zehn Jahre später gleich zwei Mal neu verfilmt: Einmal als der hier zu besprechende "Aaptha Mitra"in der Sprache Kannada des indischen Bundestaates Karnataka im Jahr 2004, wo er sehr erfolgreich lief, und dann noch mal ein Jahr später als tamilische Fassung, "Chandramukhi" (siehe ebenfalls Besprechung vom heutigen Tage). Dabei passte Regisseur P. Vasu den Film für das jeweilige Publikum an: Es wurden deutlich mehr Masala-Elemente integriert, und das abgestuft: Für das tamilische Publikum fügte der Regisseur ein Jahr später in „Chandramukhi“ gleich noch mehr Heroismus und Prügeleien hinzu als in diesem Version hier. Ferner wurde in beiden Filmen der populäre Star, der jeweils den Psychologen spielt, nicht erst zur Filmmitte, sondern gleich am Anfang eingeführt.

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Gesehen: Chandramukhi

(OT: சந்திரமுகி)
Grusel-Masalafilm von P. Vasu, Indien 2005, 166m47s (NTSC)
Mit Super Star Rajnikanth, Jyothika, Prabhu u.a.
DVD (Ayngaran/USA), Sprache/Ton: Tamil DTS 5.1 mit engl. UT, Bildformat: 2,35:1 anamorph.

Dieser Text basiert auf meiner Erst-Besprechung des Films vom 19.11.2006.
Der 1993 in Kerala höchst erfolgreich gelaufene und kürzlich besprochene Malayalam-Film "Manichitrathazhu" wurde von Regisseur P. Vasu gut zehn Jahre später gleich zwei Mal neu verfilmt: Einmal als "Aaptha Mitra"in der Sprache Kannada des indischen Bundestaates Karnataka im Jahr 2004 (siehe ebenfalls Besprechung vom heutigen Tage), wo er sehr erfolgreich lief, und dann eben noch einmal ein Jahr später als tamilische Fassung, der hier zu besprechende "Chandramukhi". Dabei passte Regisseur P. Vasu den Film für das jeweilige Publikum an: Schon in der Kannada-Fassung wurden deutlich mehr Masala-Elemente integriert und für das tamilische Publikum fügte er einen Extra-Schuss Heroismus und Prügeleien hinzu. Ferner wurde in beiden Filmen der populäre Star, der jeweils den Psychologen spielt, nicht erst zur Filmmitte, sondern gleich am Anfang eingeführt.

Geschrieben von Oliver unter dem Permalink in Film: Indien

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